toba borke

improvisation auf hohem niveau

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Fünfter und letzter Tag der Workshops fürs Goethe Institut Kiew

Freitag, 10. Juni 2011

Nach dieser wirklich anstrengenden, sehr intensiven und extrem produktiven Woche ging es heute an unserem letzten offiziellen Workshoptag um die letzten Vorbereitungen für unsere Präsentation morgen. Wir werden die Ergebnisse auf die kleine Bühne des Instituts in Kiew bringen. Shorty hat mit seinen Teilnehmern ne am Zeitrahmen gemessen wirklich krasse Choreografie an den Start gebracht und Ceon hat neben dem dicken Ding das er gestern mit Motor und seinem Architekten gemalt hat noch mal ne schöne Wand mit allen Teilnehmern gemalt damit wir am Samstag auch ein adäquates Bühnenbild haben. Nur ich habe leichte Panik, weil an eben diesem Freitag drei meiner guten Teilnehmer schlichtweg nicht gekommen sind…

 

 

Deutsch-Ukrainische Hiphopkollaboration um die Workshops am Goethe Institut Kiew

Donnerstag, 09. Juni 2011

Der dritte Tag unseres workshoplichen Dreifaltigkeit war bisher der aufregendste aber auch anstrengenste Tag von allen. Nachdem Anton und Ivan uns ja eingeladen haben mit ihnen nicht nur nen Song aufzunehmen sondern gleich das dazugehörige Video abzudrehen hatten wir also wirklich viel zu tun. Um acht aus den Federn, ab ins Studio, Videodreh, dann noch die Workshops am GI und danach ohne Pause weiter drehen. Hustlen und Flown eben…

 

Hiphopworkshops am Goethe Institut Kiew zweiter Tag, davor Besuch im Studio Trimay Media

Dienstag, 07. Juni 2011

Ceon, Shorty und ich haben wieder nen verdammt spannenden Tag erlebt. Am frühen morgen schon hat uns Anton ins Studio Trimay Media mitgenommen und wir haben uns verabredet am nächsten Tag zusammen was aufzunehmen und gleich auch nen Clip abzudrehen. Danach gings flux ans Goethe Institut, Workshops geben. Wir bräuchten wohl eigentlich mehr Zeit um auch nur ansatzweise die Hälfte der Möglichkeiten auszuschöpfen die sich hier eröffnen….

Erster Tag vom Rap- Breakdance- und Graffitiworkshop im Goethe Institut Kiew

Dienstag, 07. Juni 2011

Heute haben wir also angefangen unser Workshops zu geben. Die Gruppe war bisschen kleiner als erwartet, aber es ging gut und dick ab. Morgen geht das ganze weiter und wir freuen uns auf die Ergebnisse am Ende Woche. Heute schon viel genug gelernt über die Unterschiede. Die Menschen hier sind offener und Interessierter an dem was wir transportieren könne, ganz anders als zuhause in Deutschland… Fahrts euch rein und verfolgt es weiter…

Shorty, Ceon und Toba Borke fliegen nach Kiew… Vlog Kiew Workshops Goethe Institut

Sonntag, 05. Juni 2011

Das Goethe Institut Kiew hat die bezaubernde Idee nen Rap- Graffiti- und Breakdanceworkshop zu beantragen und so sind Ceon, Shorty und der Borke also am 5.6.11 um viel zu früh nach Kiew geflogen. Das hier ist der erste Teil unseres Vlogs in dem wir euch unsere Eindrücke unserer Reise und von Kiew zu schildern. Genießt es und bucht selbst nen flug nach kiew!

der slam in czernowitz: 24 poeten und (hauptsächlich) -innen rocken die bühne derbst

Samstag, 28. März 2009

nach unserm workshop in kiew hatten wir einiges gelernt. wir haben uns mühe gegeben unsere teilnehmer so gut wie möglich auf die bühne vorzubereiten und einen slam zu veranstalten, der wirklich taugt. und auch wenn man sich selbst nicht lobt, so muss an dieser stelle gesagt sein, dass uns das wirklich gelungen ist. das lag aber weniger an den von uns gezogenen konsequenzen nach unseren erfahrungen in kiew, sondern in erster linie an den externen poeten und -innen, dem czernowitzer publikum, der organisation und hilfe von judith und julia und unseren schützlingen. es war phänomenal.

das publikum war über zwei runden so aufmerksam, dass wir kurzerhand die restlichen acht poeten aus der offenen liste, in die sich insgesamt wohl 14 dichter und -innen eingetragen haben noch in einer dritten runde untergebracht haben, und trotz dieser gewaltigen textmenge und der entsprechenden konzentration die so etwas braucht, vorallem in zwei sprachen von denen der großteil des publikums eine nicht beherrschte und vom beamer ablesen musste, blieben so gut wie alle der knapp 150 besucher bis zum ende um die siegerinnern zu küren. es war unglaublich wie aufmerksam gefolgt wurde und ich als ausländer der die ukrainischen und russischen texte schlicht nicht verstand war derart baff was für knackige appläuse manch ruhiger, das publikum in schweigenden bann ziehende text am ende bekam. der gesamtsiegerin nach drei runden, natalia, die neben olga aus unserem kurs und zwei anderen mitbewerberinnen im finale stand, gelang es auch auf eben diese weise ins finale zu ziehen und sich dann dort den banksy-band zu sichern, den ich als hauptpreis aus deutschland mitgebracht hatte. außerdem hatte judith noch eine peter fox cd dazu gepackt damit die deutsche sprache auch akkustisch verbreitung findet.

die stimmung war unglaublich. diese ungebrochene aufmerksamkeit, de hochachtung den dichtern und -innen gegenüber und auch die qualität der vorträge (über inhalte kann ich ja als der sprache nicht mächtiger nicht viel sagen) haben nikita, judith und mich umgehauen. zwar erzählte mir ivan, einer unserer teilnehmer, es hätte schon den einen oder anderen poetryslam in czernowitz gegeben, aber er meinte auch, dass dies wohl der bisher größte und beste gewesen sei. wunderbar. mehr kann man ich wirklich nicht wünschen.

kurzum: nikita und ich werden uns heute zusammen mit mila, einer teilnehmerin die den slam gestern höchst professionell und souverän moderiert und dafür ihren eigentlichen zug hat sausen lassen, in den nachtzug nach kiew setzten, von wo wir morgen mittag dann nach stuttgart zurück fliegen. wir werden die flasche guten vodka trinken die uns unsere teilnehmer zum abschied geschenkt haben um die 17h fahrtzeit ein wenig zu verkürzen und an die letzten zwei wochen denken die mit dem slam gestern abend definitiv ihren höhepunkt hatten. wir werden leicht angedudelt seufzen und nachdenken über die tatsache, dass in der gerade von der finanzkrise so derbe gebeutelten ukraine die menschen zum größten teil zwar in matriell bescheideneren umständen leben aber dafür mehr lesen und besser schreiben. ich hoffe nicht das einer von meinen lesern hier nun beleidigt die nase rümpft, aber die qualtiät der texte die in den zwei wochen entstanden sind bleibt in dieser quantität selbst bei workshops an deutschen universitäten in meiner erfahrungswelt bisher unerreicht.

ich hoffe darauf das nikita und ich es schaffen den geplanten slamaustausch der ukrainischen poeten nach stuttgart auf die beine zu stellen. ich hoffe das ihr, die poeten, weiter schreibt und den slam in die welt tragt und ich hoffe das czernowitz bald einen regelmäßigen slam bekommt und ihr mich dann einladet. ich für meinen teil war bestimmt nicht das letzte mal in der ukraine.

letzte vorbereitungen für den slam am freitag, texte und spiele

Freitag, 27. März 2009

nachdem mich nikita heute morgen aus meiner sicht zu früh weckte um mich auf den “kaliniwski”, der markt hier, zu gehen war ich ein wenig mürisch, aber ich hatte doch die hoffnung etwas coolen nippes zu finden, spongebob t-shirts und alte sowjetischen tünneff oder sonst irgendwas in diese richtung. außer zwei bögen spongebobsticker für mich und meinen besten freund habe ich leider nichts brauchbares gefunden. ich war desweiteren sehr hungrig, aber nikita hielt mich souverän davon ab hier hausmacherwurst zu kaufen. die frage bleibt, ob er zu vorsichtig oder ich zu leichtgläubig bin. bisher habe ich in der ukraine aber, das muss gesagt werde, überduchschnittlich gut und lecker gespeist.

nach einem entspannten mittagessen mit judith im “sunytschka”, zu deutsch “erdbeerchen”, einer kleinen eckkneipe mit gerademal vier tischen nahe der universität von czernowitz, geführt von einer unglaublich gut kochenden, grimmig schauenden und extrem herzlichen dame, die nur zum mittagstisch geöffnet; machten wir uns also auf den weg zum deutschen haus, wo seit beginn unseres workshops unsere treffen stattfanden. auf wunsch der teilnehmer fingen wir diesmal wieder mit einem spielchen an. gefolgt von training für den slam morgen abend und nebenher begann ich mit den aufnahmen. ihr könnt sie euch hier im flashplayer anhören.

am freitag um drei werden wir uns treffen und die letzten male auf der bühne üben, auf der dann am abend der erste czernowitzer poetryslam stattfinden wird. ich bin gespannt. unsere teilnehmer auch. mit mila haben wir eine super komoderatorin. mit der übermotivierten gruppe kann es nur gelingen. ich hoffe ich schaffe es morgen für euch auch einen kleinen film aufzunehmen. bis dahin

czernowitz inspiriert und unsere teilnehmer lernen den slam kennen

Dienstag, 24. März 2009

heute mittag, nach dem essen waren wir auf dem alten, jüdischen friedhof. dort haben nikita und judith auch direkt zwei teilnehmer getroffen. wahrscheinlich haben sie sich auch von der atmosphäre inspirieren lassen. es war unglaublich.

danach ließen wir sie noch etwas an ihren texten feilen um einen ersten slam durchzuspielen. wir haben in kiew gemerkt, dass das bloße erklären nicht ganz reicht und so hielt nikita das für eine gute idee.
er hatte recht. es war unglaublich. die texte hier sind explizit gut und das einzige, das diese texte von einem sieg auf einem deutschen poetryslam abhalten könnte ist neben der zum teil noch etwas mickrigen länge das problem der schwiegrigkeit eine fremdsprache perfekt zu betonen. aber das ist marginal. nikita und ich sind ein wenig fassungslos von der bandbreite der texte hier. es geht von düsterer lyrik über emotionale prosa bis zu melodischen raps.

morgen fangen wir mit den aufnahmen an, versuchen einige texte zu verlängern und auch dem/der letzten die bühenscheu zu nehmen.  ich hoffe ich kann dann morgen abend schon die ersten songs hochladen. es ist sehr schwer hier ins netz zu kommen und die bandbreite ist, wie soll ich sagen, zeitraubend…
bis dahin

erster tag rap- und slamworkshop in czernowitz

Dienstag, 24. März 2009

nachdem wir nach unserem workshop in kiew etwas spät bemerkt hatten, dass lehrer und dozenten in der ukraine ansich eine respekteinflößend autorität besitzen, die unseren zielen workshopmäßig eher im weg stehen begannen wir diesmal etwas anders. wie wollten nicht, dass fragen nicht gestellt oder unverständnis nicht zugegeben wurde aus angst etwas falsch zu machen.

die gruppe hier ist größer, spricht ebenfalls sehr gutes deutsch, kommt ebenfalls aus der halben ukraine und scheint uns noch offener. die stimmung hier ist auch insgesammt sehr entspannt. das goethe-institut hat eben auch etwas respekteinflößendes, kiew ist groß und hektisch. czernnowitz hingegen, die geburtsstadt von paul celan, ist deutlich ruhiger und wirkt älter.

nikita und ich sind sehr gespannt, was hier entstehen wird.

der abschlussslam im goethe-institut kiew und der wehmütige abschied

Dienstag, 24. März 2009

nachdem wir in der gruppe also lange zeit daraufhin gearbeitet haben kam dann vorgestern der große moment: der abschlussslam. das publikum konnte natürlich nicht die bankweg deutsch, also haben wir die erst so mühsam auf deutsch geschriebene texte ins ukrainische bzw russische übersetzt und sie auf die leinwand der bühne projeziert.

der slam, moderiert von nikita und sascha, war durch die notwendigkeit der doppelten moderation (ukrainisch / deutsch) anfangs etwas träge, aber die ukrainischen poeten verstanden ihr handwerk. ein älterer herr slamte einen explizit obzönen text sogar auf deutsch, obwohl er der sprache kaum mächtig war…
gewonnen hat schließlich pawlo, ein junger mann aus kiew, da keiner von uns beiden sich an seinen nachnamen erinnern kann muss ich euch den leider schuldig bleiben.

einziger wehmutstropfen war, neben unserm überstürzten abschied da wir auf den nachtzug nach chernivzi mussten, die tatsache, dass die juoren unsere sich so hart darauf vorbereiteten teilnehmer unfair schlecht bewertet haben. es ist eben ein unterschied ob man einen text in seiner muttersprache oder in einer fremdsprache verfasst und vorträgt. glücklicherweise schien das unserenn teilnehmern weniger nah zu gehen als nikita und mir.
den ganzen tag hatten wir noch geübt und aufgenommen. die aufnahmen könnt ihr euch im flashplayer des letzte eintrags anhören.
als der slam vorbei war mussten wir wie schon erwähnt sowas von auf der stelle ins auto springen und auf den zug nach czernivzi. das war gleichermaßen ein erlebnis wie ein abenteuer.

der zug braucht von kiew nach czernowitz knapp 17h, das entspricht wohl etwa 32km/h. das goethe-institut hatte uns ein ganzes abteil gemietet und wir konnten uns soweit das wackeln und rattern des zuges dies zulies gut entspannen. jetzt sind wir in chernivzi und gespannt auf unsere nächste gruppe morgen.