toba borke

improvisation auf hohem niveau

der workshop geht voran und der borke seit jahren mal wieder an ein mic..

nachdem wir gestern abend überraschend von judith zu freunden eingeladen wurden und einen verdammt schönen abend bei ihren freunden mit ihr verbracht haben, bei wein und käse, toppte der heutige tag nochmal alles. nich tnur dass unsere hochverehrten teilnehmer unglaubliches schreiben, nicht nur dass wir über das goethe-institut kontakt zu zwei kiewer slammastern bekommen haben, nein. anna, eine unserer teilnehmerinnen hatte recherchiert und eine slam in kiew, nicht weit von unserem hotel gefunden. sie hat auch einen super text geschrieben. und sie hat vorgeschlagen, dass wir dort als gruppe hingehen.

nachdem wir also mit unserem kurs heute fertig waren sind wie von den beiden kiewer slammastern zu einem extrem guten georgischen restaurant geführt worden, haben neben dem schlemmen etwas kulturaustausch betrieben und uns besprochen wie ein poetryslamaustausch zwischen der ukraine und deutschland aussehen könnte.danach haben wir uns mit den teilnehmern getroffen um mit ihnen in der bar fidel den wohl ersten regelmäßigen slam in kiew zu besuchen. leider war es klein, eng und verraucht was unser kleine gruppe recht schnell von knapp acht auf zwei reduzierte.

anna, der wir dieses glück zu verdanken hatten, lies verlautbaren, dass sie am slam teilnehmen werde. ich wünschte ihr glück. doch recht schnell fühlte ich mich von dieser aufbruchsmäßig, jungfräulichen slamstimmung dazu berufen doch mal wieder das mic in die hand zu nehmen und es zu wagen auf deutsch in diesem vor lebendiger literatur überbrodenden keller mitzuslamen. ich war etwas unsicher und hatte mich noch nicht ernsthaft dazu entschieden als anna mir mitteilte, dass sie mich nun auch auf die liste gesetzt hätte…

also gut dachte ich mir. hopp. nachdem anna also ihren ersten text öffentlich vorlas folgte ich ihr, kündigte kurz auf englisch an, dass ich nun was deutsches bringen würde und kassierte von einem trunkenbold gleichmal ein “sieg heil”.

ich ließ mich nicht beirren, flowte ein wenig und bekam den dicksten applaus seit langer, langer zeit. die szene in kiew ist jung und hungrig, die haben was zu melden und es geht hier noch mehr um selbstreflexion und mitteilung als um pure selbstdarstellung. wunderbar. ich kam dann direkt mit der halben kneipe ins gespräch, man empfing uns mit offenen armen, angeblich hat der trunkenbold vor der tür auch prompt noch ein paar backpfeifen kassiert. das tat mir schon fast leid, aber sascha, der es mir erzählte meinte es wäre alles gut so.

es war so herzlich und ehrlich, nikita und ich waren vollends euphorisiert und haben in sascha auch gleich noch den bisher fehlenden moderator für unseren abschlussslam gefunden. wie sind so gespannt wie es hier weitergeht. die teilnehmer sind so derart dabei und schreiben texte wie wir sie in deutschland qualitativ sehr selten sehen. wahrscheinlich ist deutschland einfach zu satt und träge…

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2 Antworten zu “der workshop geht voran und der borke seit jahren mal wieder an ein mic..”

  1. Oleksiy sagt:

    Greetings from Kiev, Tobias,
    Thanks for spreading the word:)

  2. NataliaAntoniuk sagt:

    Ne, Tobi, Danke fuer “Positive Energie beim SlamJam”und falls es dir mal langweilig ist, komm zur Tagged.com))

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