toba borke

improvisation auf hohem niveau

der abschlussslam im goethe-institut kiew und der wehmütige abschied

nachdem wir in der gruppe also lange zeit daraufhin gearbeitet haben kam dann vorgestern der große moment: der abschlussslam. das publikum konnte natürlich nicht die bankweg deutsch, also haben wir die erst so mühsam auf deutsch geschriebene texte ins ukrainische bzw russische übersetzt und sie auf die leinwand der bühne projeziert.

der slam, moderiert von nikita und sascha, war durch die notwendigkeit der doppelten moderation (ukrainisch / deutsch) anfangs etwas träge, aber die ukrainischen poeten verstanden ihr handwerk. ein älterer herr slamte einen explizit obzönen text sogar auf deutsch, obwohl er der sprache kaum mächtig war…
gewonnen hat schließlich pawlo, ein junger mann aus kiew, da keiner von uns beiden sich an seinen nachnamen erinnern kann muss ich euch den leider schuldig bleiben.

einziger wehmutstropfen war, neben unserm überstürzten abschied da wir auf den nachtzug nach chernivzi mussten, die tatsache, dass die juoren unsere sich so hart darauf vorbereiteten teilnehmer unfair schlecht bewertet haben. es ist eben ein unterschied ob man einen text in seiner muttersprache oder in einer fremdsprache verfasst und vorträgt. glücklicherweise schien das unserenn teilnehmern weniger nah zu gehen als nikita und mir.
den ganzen tag hatten wir noch geübt und aufgenommen. die aufnahmen könnt ihr euch im flashplayer des letzte eintrags anhören.
als der slam vorbei war mussten wir wie schon erwähnt sowas von auf der stelle ins auto springen und auf den zug nach czernivzi. das war gleichermaßen ein erlebnis wie ein abenteuer.

der zug braucht von kiew nach czernowitz knapp 17h, das entspricht wohl etwa 32km/h. das goethe-institut hatte uns ein ganzes abteil gemietet und wir konnten uns soweit das wackeln und rattern des zuges dies zulies gut entspannen. jetzt sind wir in chernivzi und gespannt auf unsere nächste gruppe morgen.

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