Der dritte Tag unseres workshoplichen Dreifaltigkeit war bisher der aufregendste aber auch anstrengenste Tag von allen. Nachdem Anton und Ivan uns ja eingeladen haben mit ihnen nicht nur nen Song aufzunehmen sondern gleich das dazugehörige Video abzudrehen hatten wir also wirklich viel zu tun. Um acht aus den Federn, ab ins Studio, Videodreh, dann noch die Workshops am GI und danach ohne Pause weiter drehen. Hustlen und Flown eben…
Dieses Wochenende waren also ne Menge Franzosen bei mir zu gast. Eigentlich wollten wir aus dem bestehenden Rapsody Projekt eines befreundeten Künstlers, Axel Clesle, einen neue, noch dickere Produktion machen. Dummerweise gab es da einige unharmonisierebare Differenzen und so stehen wir nun am Anfang eines ganz neuen Projektes. Alledings mit ner Menge guten Vibes wie man dem Video hier ja entnehmen kann….
das wochenende war ein wenig bitter… am freitag nacht waren arschtritt und ich auf der uturn, es war ein unglaublicher spass, hat mich aber schier meine stimme gekostet. derbe rockung, hoffentlich bald wieder. aber seht selbst:
dann durfte ich mir ein zwei stunden schlaf gönnen um sofort nach bad cannstatt zur eröffnung des jugendhauses zu eilen. leider hat da meine kamera verkackt, deswegen kein video.
am abend dann war noch die urbansession im bix, auch da war ich von nöten… carol, der gastroboss wollte dass ich sofort auf die bühne gehe, ihm war der borkenfreie jazz zu soft…. ich habe dann noch die instructionen meines geliebten bandleaders herrn brecht in der pause zwischen dem ersten und zweiten set abgewartet um dann mächtig auf den putz zu hauen:
alles in allem ein dickes wochenende, wenn auch ein wenig energiezehrend. stimme tut wieder… alles gut…
Inzwischen hat sich die Urbansession definitiv als feste Größe in der Stuttgarter Musiklandschaft etabliert. Und so haben wir niemanden geringeres als Nico Suave zu unserer Geburtstagsparty eingeladen. Das Trijo, bestehend aus Jo Brecht, Toni Farris und Matteo Capreoli spielen wie gewohnt mit Unterstützung von Boris Stankewitz an der Gitarre und Steffen Dix an Sax und der Querflöte angenehm urbanjazzigen Sound, der werte Toba Borke imrovisiert sich einen ab und das Publikum feiert unseren Gast und die Session an sich. Pfeifts euch auch die nächsten Male rein. Nächste Session findet am 12.2.11 wieder im Bix Stuttgart statt.
Bevor ich das Haus von Seydou und Letitia verlassen musste habe ich mich erkenntlich erwiesen und das gemacht was ich am Besten kann: Pfannkuchen. Dazu nen Freestyle auf “Jimmy Jazz” von Suff Daddy.
Ist nicht einfach hier wieder zu verschwinden, aber wahrscheinlich bin ich hier noch öfter, wenn nich für lange, lange Zeit. Meine sechs Wochen im Senegal sind fast vorbei, aber der Vibe wird mich hoffentlich auch durchs kalte Kaputtgart tragen…
Vergiss die Wörter, spür den Flow… Augustin aka Guster Rite habe ich bei meinem letzten Besuch kennenlernen dürfen. Ein begnadeter Rapper aus einem der ärmeren Vororten von Dakar. Die nächsten Tage werden wir mal sein Viertel unsicher machen und euch verwöhnten Babyloniern mal zeigen was einem das echte Leben so bietet… Bleibt am Stizzl und wie gesagt: Bégué!!!!
nach meinem workshop mit den jungs vom kesselcypher haben wir noch bisschen session gemacht auf n paar youtubegrimebeats. war eine freude und auch einigermaßen vorzeigbar:
heute nachmittag war ich im jugendhaus korntal und wurde da mit haftbefehl empfangen. heute mittag erst habe ich mit jaysus drüber diskutiert, er feiert ihn, ich fürchte ich bin da zu dogmatisch zu. ich finde rap muss einen wahren kern haben. und darüber hinaus ist die welt destruktiv genug, also bin ich für jede form von konstruktiven input dankbar und das vermiss ich bei haft bisschen… obwohl ich mich also schon direkt nicht so ganz beliebt gemacht hatte mit meinen statements über drogenticken und mit angeben, was ja in freier wildbahn meist echt nicht gut endet und auch dem geständnis das ich haft nicht so spannend finde sind die wenigen mädels und hauptsächlich jungs und ich echt super klar gekommen.
wir haben viel diskutiert, auch bisschen über religion und politik und islamophobie inklusive einiger missverständnisse. mir macht diese segregierende integrationsdebatte gerade echt angst, weil ich viele meiner freunde von führenden politikern beleidigt sehe und wenn dann jemand wie haft kommt, dann ist das wieder dufte um rap ne schlechte presse zu geben und schlecht über menschen zu sprechen die optisch nicht ganz so “biodeutsch” aussehen. uärxs. was ein wort. schnell zähneputzen, pfui spinne…
naja, wie dem auch sei, die jungs haben geschrieben, gute zeilen für die ersten schritte, leider hat sich niemand getraut dem scheiß auch zu kicken so blieb es wieder an mir hängen. gerade bei hussein hätte ich gern noch gecheckt ob er neben dem zeilenschreiben auch das takttreffen beherrscht.., aber nico, dennis, alessandro, hanno, musti und dennis haben besser gearbeitet als es ihnen selbst bewusst war. zum dank bin ich dann noch auf den wunsch eingegangen ihnen nen kleinen freestyle zu kicken:
jungens, ich hoffe ich hör noch was von euch und bekomme paar mails mit texten. war ne freude. hoffentlich sehen wir uns mal wieder.
den beat habe ich vor sechs jahren aus nem song von oxmo geschnitten. ist dufte das ding. manchmal sind so abende eben nicht ganz so euphorisch. manchmal ist das alles einwenig viel. da hilft dann ein tagebucheintrag. sollte man nicht öffentlich machen heißt es. und wenn doch dann möglichst gut verpacken. hoffe zweiteres habe ich erreicht..