toba borke

improvisation auf hohem niveau

angekommen in kiew

als ich mit nikita heute morgen in den flieger über wien nach kiew stieg, auf das uns die große ehre zu teil werde je zwei fünftägige poetryslamworkshops in kiew und tschernowitz zu geben, da war ich bereits recht aufgeregt. zum einen weil ich noch nie derart weit weg war (was mir ehrlichgesagt fast peinlich ist) und zum anderen weil ich sonst meistens in länder reise deren sprache ich irgendwie beherrsche oder in denen ich nicht fürchten muss mich gar nicht verständigen zu können. zum glück ist nikita da. ohne den wäre ich derart verloren…

wir landeten also nach insgesammt mit umsteigen ca fünf stunden, warteten für unsere gewohnheit als europäer ewig auf die passkontrolle (die im übrigen nicht halb so stressig ist wie die einreise in die eu als nicht euler), wurden von sergej, dem sympatischen metallica hörendem fahrer des goethe-institus abgeholt und zum hotel gefahren. vorbei an den sergejs ansagen zu folge wuchernden vorstädten. er erzählte uns, kiew hätte offiziell 2,8 mio einwohner, aber wahrscheinlich eher fünf mio.

sergej erklärte uns entspannt die lage, welcher kurs im wechsel akzeptabel ist etc. wir kamen dann an unserem hotel an. super zentral, altstadt mit blick auf den platz den ich noch von den fernsehbildern der orangenen revolution kenne.

ich sah das gebäude und meinte es sähe mondän aus. sergej lachte. später verstand ich warum. auf unserem stockwerk wurde wohl jede tür bereits einmal aufgebrochen. nikita hatte mir die ganze reise lang schon gesagt ich wäre da dann eben in der zweiten welt und diese und jene räuberpistole… ich habe ihn echt nicht ernst genommen, aber dann kamen wir auf dem weg aus dem hotel auf unserem stockwerk an dieser tür vorbei:

… und was der werte leser da sieht ist ein polizeisiegel. naja. hoffentlich hat da die putzfrau nur nen herzkasper bekommen oder sowas…

morgen geht es dann ins goethe-institut. ich bin sehr gespannt auf alissa, unsere ansprechpartnerin, und die gruppe mit der wir dann den workshop machen. ich hoffe auch das ich doch nicht falsch damit liege das die welt ansich ein entspanntes fleckchen ist und alles super geschmeidig. bin gespannt was mir die teilnehmer so erzählen wie der sachverhalt einzuschätzen ist.

bis dahin

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